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Wir bieten ab sofort jeweils Samstags von 14:30 bis 15:15 Uhr eine Welpengruppe* und von 16:00 bis 16:45 Uhr wieder eine Schnuppergruppe* an.
*Bitte vor der ersten Teilnahme einen gültigen Impfpass (des Hundes) und den Nachweis über eine abgeschlossene Tierhalterhaftpfichtversicherung vorlegen.

Erste Hundesportturniere in 2021
Begleithundprüfung und Rally Obedience Turnier an einem Wochenende

Endlich war die Wartezeit zu Ende, die Hundesportler in Blumenthal konnten, - wenn auch unter Einschränkungen wegen der Pandemie – wieder Turniere durchführen. Zwei Turniere an einem Wochenende stellten zwar eine große Belastung besonders für die vielen Helfer dar, aber die Freude an ein wenig „Prüfungsalltag“ war dennoch groß.

Für die Begleithundprüfung am 18. September hatten sich dreizehn Teilnehmer angemeldet, acht davon vom HSV Blumenthal. Diese Prüfung besteht aus einem theoretischen Sachkundenachweis und einem praktischen Prüfungsteil, der wiederum in Gehorsamsübungen und einen Straßenteil gegliedert ist. Vor dem praktischen Teil muss die Sachkundeprüfung bestanden werden. Hier werden allgemeine Kenntnisse zum Verhalten von Hunden abgefragt.

Ziel der Begleithundprüfung ist es, die Alltagstauglichkeit der Hunde zu bewerten. Neben dem Gehorsam auf dem Platz ist es dabei wichtig, aus den trainierten Situationen herauszukommen. Hier konnten neun Hundeerfolgreich abschneiden. Im Straßenteil geht es darum zu bewerten, wie sich Hunde und Hundeführer/in im Alltag auf der Straße verhalten. Dieser Prüfungsteil wurde am Wollkämmereigelände und dem Busbahnhof Blumenthal durchgeführt. Es kam darauf an, Ampeln zu überqueren und Fahrradfahrern, Spaziergängern, Autos und Bussen sowie fremden Hunden möglichst neutral zu begegnen. Alle teilnehmenden Hunde haben diesen Prüfungsteil bestanden. Die beste Begleithundprüfung lief Marleen Welter mit ihrem Cooper. Den Führerpreis für das harmonischste Team bekam Katrin Siemer.

Am 19.September startete das Rally Obedience Turnier mit 45 Teams, die nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern sogar aus Lüneburg angereist waren. Es waren feste Startzeiten pro Klasse vergeben worden und die Siegerehrungen fanden jeweils nach Abschluss der jeweiligen Klasse statt. So konnten lange Wartezeiten vermieden werden.

Rally Obedience (RO) ist in Deutschland noch eine recht junge Sportart. Sie wurde vor einigen Jahren in den USA entwickelt und hat dort bereits eine große Anhängerschaft erobert.

Beim RO wird ein Parcours mit verschiedenen Übungen aufgebaut. Die Aufgaben im Parcours bestehen aus klassischen Unterordnungs-Übungen wie Sitz-, Platz-, Steh-Kommandos, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es sind Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links zu absolvieren sowie 360° Kreise. Andere Schilder fordern auf, einen Slalom um Pylone zu machen oder den Hund über eine Hürde voraus zu senden oder abzurufen. Fester Bestandteil eines Parcours sind außerdem die sogenannten Bleib- oder Abrufübungen. Eine Besonderheit ist die Übung zur Futterverweigerung, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbeigehen muss, ohne dass sich der Hund bedient.

RO ist Kopfarbeit für Mensch und Hund. Die Übungen können vielfältig miteinander kombiniert werden. Jedes Mal sieht der Parcours anders aus. Da wird es nie langweilig. Und genau das macht RO aus. Es gibt kein Schema. Der Hund und Hundeführer müssen sich voll konzentrieren und aufeinander verlassen. Das schafft Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer. Eine Besonderheit ist auch, dass während der Prüfung der Hund mit Leckerchen belohnt werden darf. Bei allen Übungen die mit Sitz, Platz, Steh enden ist am Übungsende Füttern erlaubt. Nach Überschreiten des Zieles darf mit dem Hund ausgiebig gespielt werden. Da stellt sich der Spaß von ganz allein ein.

Rally Obedience ist auch für Menschen und Hunde mit Handicap bestens geeignet. Es gibt beispielsweise Parcoursanpassungen für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehbehinderung. Für Hunde mit Handicap gibt es ebenfalls Anpassungen. RO ist also eine Hundesportart, die für jeden geeignet ist. Die einzige Voraussetzung ist: Der Hund muss schmerzfrei sein.

Für dieses Turnier hatten sich 45 Teams angemeldet. In der Beginnerklasse waren 22 Teams am Start, 10 in Klasse 1, neun in Klasse 2, zwei in Klasse 3 und zwei Teams in der Seniorenklasse.

Die Wertungsrichterin Gabriele Gutt hatte der jeweiligen Klasse angemessen interessante und abwechslungsreiche Übungen ausgesucht.

Die Veranstaltung fand unter CORONA Auflagen statt. Nach jeder Klasse gab es eine Siegerehrung. So wurden die anwesenden Teams auf der Platzanlage begrenzt und die Wartezeiten verkürzt. Das Konzept kam sehr gut bei den Teilnehmern an.

Die maximale Punktzahl von 100 wurde von Waltraut Weber mit ihren Hunden Skip in der Leistungsklasse 1 und Rasty in der Seniorenklasse erreicht. Nicht ganz Punkte erreichte Britta Richter vom HSV Blumenthal. Der Sportwart des HSV Blumenthal, Hans-Jürgen Soller äußerte sich sehr zufrieden:
 “Wir haben tolle und harmonische Mensch-Hund-Teams gesehen. Die Leistung von Britta Richter war wirklich hervorragend. Mit 98 Punkten hat sie ein „vorzüglich“ als Bewertung in ihrer Leistungsklasse erreicht, obwohl sie sehr nervös war. Eine solche Bewertung in einer Klasse zu erreichen, in der man zum ersten Mal startet, ist eine herausragende Leistung.“

Insgesamt war es ein gelungenes und stressfreies Turnierwochenende, das ohne die zahlreichen und fleißigen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen wäre. Dafür wurden die Organisatoren von den Teilnehmern immer wieder gelobt.

Bericht von Günther Wiechert (Pressewart Hundesportverein Blumenthal)

Jahresabschluss der Hundesportler

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Ausflug_Dez_2019_2

Zum Abschluss des Ausbildungsjahres 2019 standen für die Teilnehmer der Welpen- und der Schnuppergruppe Ausbildungseinheiten nicht auf dem gewohnten Hundeplatz, sondern Ausflüge in die „raue“ Wirklichkeit an. Ende November traf man sich auf dem Marktplatz in Schwanewede. Hier warteten viele neue Eindrücke auf die Welpen und die Hunde der Schnuppergruppe, die schon aus dem Welpenalter herausgewachsen sind.

Zur Welpengruppe gehören alle Hunde bis zum Alter von sechs Monaten, die erste Ausbildungsschritte unternehmen wollen. Das Spielerische steht dabei im Vordergrund. Hier können junge Hunde richtiges Sozialverhalten ebenso lernen wie den Umgang mit fremden Menschen oder fremden Gegenständen.

In die Schnuppergruppe können Hunde jeglichen Alters ab sechs Monaten kommen. Hier wird die Arbeit der Welpengruppe fortgesetzt, allerdings angepasst an das Alter der Hunde. Hier lernen die Hunde die wichtigsten Kommandos wie Sitz oder Platz so auszuführen, dass sich Frauchen oder Herrchen auch darauf verlassen können, dass diese Kommandos auch in kritischen Situationen beherrscht werden.

Um das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch zu stärken, ging es in Schwanewede zuerst zu einem Getränkemarkt. Hier sollten die Hunde trotz des ungewohnten Lärms, den die eingeworfenen Flaschen und die Getränkewagen verursachen, ruhig bleiben, nicht bellen oder aber die Getränkewagen etwa angreifen. Sie sollten lernen, dass dies keine bedrohliche Situation ist und sich voll auf ihr Herrchen oder Frauchen verlassen. Dies war besonders für die Welpen keine leichte Aufgabe, aber trotz einiger Unsicherheiten lösten alle Hunde diese Aufgabe doch. Nach einigen anderen Übungen wie z.B. Gehen durch eine fremde Gruppe von Menschen oder dem Durchqueren einer dunklen Unterführung und einer Erholungsphase auf einer Grünfläche, „Häufchen“ wurden selbstverständlich aufgenommen und entsorgt, war als letzte Übung die Überwindung einer offenen Metalltreppe Aufgabe. Hier hatten nicht nur ältere Hunde ihre Probleme, gerade Welpen, die Treppen noch nicht kannten, waren kaum zu bewegen, die Stufen zu erklimmen bzw. herunterzulaufen. Mit viel Geduld und einer angemessenen Anzahl von Leckerlies schafften es dann aber doch alle Hunde. 

Beim nächsten Ausflug ging es in die Natur, man traf sich beim Haus Blomendahl am Burgwallstadion. Hier ging es in erster Linie darum, den jungen Hunden Sicherheit in einer fremden Umgebung zu vermitteln. Brücken mussten passiert, umgestürzte Bäumen überwunden und ein dunkler Tunnel durchquert werden. Schnatternde Enten sollten nicht als bedrohlich oder als Spielgerät erlebt werden. All diese Aufgaben meisterten die jungen Hunde, ebenso wie das Laufen auf großen Kieselsteinen unter der Autobahnbrücke.
Das Ein- und Abfahren eines Zuges an dem nahegelegenen Bahnhof mit ein- und aussteigenden Fahrgästen konnte leider nicht beobachtet werden, da der planmäßige Zug (mal wieder) nicht fuhr. Dennoch waren die Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Lieblingen sehr zufrieden und bedankten sich bei den Ausbilderinnen Elke Kneisel und Petra Strauss ganz herzlich für diese gelungenen Ausflüge.

Am gleichen Tag feierten dann die Vereinsmitglieder ihren Jahresabschluss in ihrem Vereinsheim. Im Mittelpunkt des Interesses der sehr zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder stand die Ehrung der Vereinsmeister.
Für die Wertung zur Vereinsmeisterschaft werden alle Wettkampfergebnisse aus den verschiedenen Disziplinen zusammengezogen. Die jeweilige Platzierung errechnet sich aus den Punkten, die der einzelne Hundesportler bzw. die Hundesportlerin bei Wettkämpfen und Turnieren in den verschiedenen Wettkampfarten erworben hat. Für eine bestandene Begleithundprüfung werden noch einmal 150 Punkte vergeben.

Vereinsmeister wurde Ariane Kalwa-Veith, die auf insgesamt 1512 Punkte kam und damit den Vorjahressieger Jürgen Kneisel auf den zweiten Platz verwies.
Für den Bereich Obedience, bei dem es in erster Linie auf das korrekte Verhalten des Hundes im Gehorsamsbereich ankommt, konnte Martina Loechelt den ersten Platz erringen.
Beim Turnierhundesport geht es neben dem Gehorsam auch um Geschicklichkeit und Schnelligkeit beim Überwinden einer Hindernisbahn und eines Parcours mit verschiedenen Hindernissen. Auch in dieser Disziplin konnte Ariane Kalwa-Veith vor Jürgen Kneisel den ersten Platz zu erreichen.

Nach dem „offiziellen“ Teil blieben die zahlreich erschienenen Mitglieder noch in geselliger Runde zusammen und tauschten ihre Erfahrungen des vergangenen Jahres intensiv aus.

Bericht von Günther Wiechert (Pressewart Hundesportverein Blumenthal)

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